Women in Data Science Conference – mal anders?

Dieses Jahr durften wir in Kooperation mit GESIS die lokale WiDS Conference in Mannheim ausrichten. Und wir haben dieses Jahr teils bewusst (in Sachen Themensetzung) und teils von außen gesteuert (Stichwort: alles digital!) die WiDS mal etwas anders organisiert.

Unser Fazit? Das hat sich gelohnt!

Im Nachgang der Veranstaltung möchten wir noch ein paar Hintergründe zur WiDS mit euch teilen.

Das ist das WiDS- Mannheim Orgateam.
v.l.n.r. obere Reihe: Dr. Daniela Ackermann-Piek (GESIS), Anne-Sophie Waag (WUMAN), Katharina Burgdorf (WUMAN), mittlere Reihe: Dr. Meike Bonefeld (WUMAN), Christopher Klein (GESIS), Merle Thielmann (WUMAN Studis), untere Reihe: Dr. Sabine Friedel (CRI)

FAQ zur WiDS Mannheim 2021

Was ist die WiDS (Women in Data Science Conference)?

Die WiDS ist eine Initiative, die darauf abzielt, Datenwissenschaftler*innen zu inspirieren und auszubilden. Sie wurde im November 2015 in Stanford ins Leben gerufen und wurde zu einer weltweiten Bewegung, zu der die Konferenz, ein Datathon, eine Podcast-Serie und vieles mehr gehören. In Mannheim findet seit 2018 jährlich eine regionale WiDS Konferenz statt. Wir – das sind Vertreterinnen des WUMANetzwerks in Kooperation mit dem GESIS Leibniz Institut für Sozialwissenschaften –  freuen uns, die WiDS Mannheim in diesem Jahr erstmalig ausrichten zu können. Finanziell unterstützt wir die Veranstaltung vom Verband deutscher Unternehmerinnen und Absolventum. Eine Besonderheit dieses Jahr ist, dass wir eine online Veranstaltung ausrichten und so auch überregionale Gäste begrüßen können.

Welche Inhalte bildet die WiDs dieses Jahr ab?

Unser Ziel war es, ein etwas offeneres Bild von Data Science zu zeichnen. Ein Bild, das über das Programmieren in dunklen Räumen hinausgeht und zeigt, wie lebensnah Data Science ist und vor allem wie gesellschaftlich relevant. Da wir Organisatorinnen der diesjährigen WiDS Mannheim alle aus den Sozialwissenschaften kommen, war dieser Ansatz für uns naheliegend und auch persönlich sehr motivierend. Wir haben also ganz bewusst Themen wie Bildung, Nachhaltigkeit und Ethik in Data Science ausgewählt, die sonst in der Regel nicht unbedingt so explizit hervorgehoben werden.

Wieso braucht es Initiativen wie die WiDs?

Data Science ist ein wahnsinnig vielseitiges, spannendes Feld, das uns auch in Zukunft noch viel beschäftigen wird. In Zeiten, in denen wir von Informations- und Wissensgesellschaften sprechen, ist der Umgang mit und das Wissen über Daten, deren Analyse und Aufbereitung essentiell und auch eine Machtfrage. Daher sollten besonders marginalisierte Gruppen da dran bleiben und wichtige, noch unterrepräsentierte Perspektiven unbedingt mit in Data Science und dazugehörige Debatten miteinbringen. Bei unser Veranstaltung im Speziellen spielt neben der Sichtbarkeit von weiblichen Role Models im Bereich Data Science auch die Vernetzung von Frauen verschiedener Erfahrungsstufen  im Bereich Data Science eine große Rolle.

Wie kann man Frauen für die Wissenschaft begeistern?

 Frauen sind eigentlich schon recht oft inhaltlich begeistert von ihrer inhaltlichen wissenschaftlichen Arbeit- hier ist vermutlich nicht mehr soviel zu tun. Leider scheiden viele – vermutlich v.a. systembedingt – aus. Der neue BuWiN 2021 (Bundesbericht Wissenschaftlicher Nachwuchs) zeigt die sogenannte leaky pipeline erneut sehr deutlich: Also dass Frauen nach der Promotion massiv aus der Wissenschaft ausscheiden. Die Situation insbesondere in der Phase zwischen Promotion und erhoffter Professur ist von etlichen Unsicherheiten geprägt (Kettenbefristungen, keine langfristige Planbarkeit etc). Daneben müssen wir natürlich auch auf Fächerkulturen schauen. Hier gilt es, gemeinsam daran zu arbeiten, geschlechtsspezifische Vorurteile abzubauen, wirkliche Familienfreundlichkeit zu leben und generell Wissenschaft wieder als mehr oder weniger normalen Beruf wahrzunehmen mit Feierabend, Wochenende und Urlaub. Es gilt also zunächst bessere Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven zu schaffen, dann sind wir sicher, dass mehr Frauen sich auch langfristig für eine Karriere in der Wissenschaft entscheiden.

Informationen über WUMAN

Bei WUMAN verfolgen wir 3 Ziele: wir möchten Wissenschaftlerinnen vernetzen, mit Informationen zu wissenschaftlichen aber auch außerwissenschaftlichen Karrierewegen ausstatten und langfristig auch hochschulpolitisch Veränderungen anstoßen, um die Situation von Frauen in der Wissenschaft zu verbessern. Dazu organisieren wir monatlich informative Mittagspausen (aktuell via Zoom), bei denen sich Wissenschaftlerinnen austauschen können und Referent*innen Impulsvorträge zu verschiedenen Themen geben. Überdies organisieren wir Workshops und verschiedene Veranstaltungen wie bspw. die Women in Data Science Konferenz und sind in hochschulpolitischen Gremien beratend aktiv.

www.wuman.de

Organisationsteam der WiDS (alphabethisch sortiert):

Dr. Daniela Ackermann-Piek (GESIS)

Dr. Meike Bonefeld (WUMAN)

Katharina Burgdorf (Doktorandin an der Graduate School, WUMAN)

Dr. Sabine Friedel (Clinical Research Institute)

Merle Thielmann (WUMAN Studis)

Anne-Sophie Waag (WUMAN)

Technischer Support:

Christopher Klein (GESIS)

www.wuman.de/women-in-data-science

Dieser Blogbeitrag wurde verfasst von Dr. Daniela Ackermann-Piek, Anne-Sophie Waag und Dr. Meike Bonefeld.

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